Der Junge mit dem blauen Koffer
Eine Kindheit auf dem Weg zu einem Zuhause
Ein autobiografischer Roman über Abschiede, Zugehörigkeit und die Hoffnung auf ein Zuhause.
Ein autobiografischer Roman
Eine Kindheit auf dem Weg
zu einem Zuhause
Ein kleiner Junge. Ein blauer Koffer.
Und die Hoffnung, irgendwann bleiben zu dürfen.

Ein Ort für meine Bücher. Den Anfang macht die Geschichte des Jungen mit dem blauen Koffer.
Für Herbert ist diese Frage keine Selbstverständlichkeit. Nach der Trennung seiner Eltern beginnt eine Kindheit zwischen neuen Türen, fremden Zimmern und der Sehnsucht nach Menschen, bei denen er bleiben darf.
Sein Weg führt ihn durch zwei Pflegefamilien und ein Kinderheim, zurück zum Vater und hinein in eine Jugend, in der Freundschaft und erste Liebe neue Nähe möglich machen. Der blaue Koffer bleibt sein Begleiter.
Dieser autobiografische Roman erzählt von Verletzlichkeit und innerem Rückzug – und von den kleinen Augenblicken, in denen wieder Vertrauen wächst.

Eine frühere Veröffentlichung
Bereits 2009 veröffentlichte ich bei Books on Demand meinen ersten Roman „Frauen sind billig“. Wie „Der Junge mit dem blauen Koffer“ beruht auch dieses Buch auf Erlebnissen aus meinem eigenen Leben – erzählt allerdings mit schwarzem Humor, Sarkasmus und einem Augenzwinkern.
Hinter dem bewusst provokanten Titel steht ein satirischer Kurzroman über ungewöhnliche Begegnungen und Erlebnisse im Rotlichtmilieu. Zwei sehr unterschiedliche Bücher, verbunden durch ihren autobiografischen Ursprung.
Frauen sind das schöne Geschlecht. Manche schlagen ihren Profit daraus. Und einige davon tun dies im horizontalen Gewerbe. Für viele ein Tabuthema, für den Autor eine Fundgrube für seltsame Dialoge, unterhaltsame Anekdoten und viel schwarzen Humor, den er in seinem Erstlingswerk „Frauen sind billig“ augenzwinkernd, sarkastisch, doch nie herablassend vom Stapel lässt.
Hilfsbereitschaft ist eine Tugend. Als eines Tages das Handy klingelt und sein Freund Tiran ihn um einen Gefallen bittet, steht Herby wenige Minuten später in dessen Laden. Als Computerfachmann soll er den Rechner reanimieren. Schnell entdeckt er, dass nur ein Stecker wieder platziert werden muss und so ist das Problem fix behoben. Denkt Herby.
Damit fängt seine Arbeit in den zwielichtigen Kreisen aber erst an, denn der Computer ist nicht das Einzige, was im Bordell nicht richtig flutscht. So bittet Tiran seinen Freund darum, den Computerdienst auf gelegentliche Wochenendschichten im Puff auszudehnen, um geschäftsschädigendem Treiben ein Ende zu setzen …
Schrill, skurril und schockierend sind die Erlebnisse und Geschichten, die Herby während seiner Arbeit erfährt. Vieles ist unanständig und vulgär, doch Werte wie Freundschaft oder Engagement kommen nicht zu kurz. Der Autor gewährt mit seinem unterhaltsamen Kurzroman einen Einblick in die Branche, die üblicherweise hinter zugezogenen Gardinen arbeitet.
Herbert ist noch ein kleiner Junge, als die Trennung seiner Eltern seine vertraute Welt zerbricht.
Sein Weg führt ihn durch zwei Pflegefamilien, ein Kinderheim und schließlich zurück zu seinem Vater. Immer wieder muss er sich auf neue Menschen und neue Regeln einstellen. Was bleibt, ist sein blauer Koffer – und der Wunsch, endlich dazuzugehören.
Doch auch ein eigenes Zimmer bedeutet noch lange kein Zuhause. Herbert lernt, seine Gefühle zu verbergen. Erst Freundschaften, die erste Liebe und unerwartete Momente der Nähe geben ihm den Mut, sich wieder zu öffnen.
„Der Junge mit dem blauen Koffer“ erzählt eine bewegende Geschichte über die Suche nach Geborgenheit, die Spuren einer Kindheit und die Hoffnung, dass ein neuer Anfang möglich ist.
In die Geschichte eintauchenDer Romananfang: Kapitel 1 „Die Trennung“ und Kapitel 2 „Lüneburg“. Originaltext aus der vorbereiteten Leseprobe.
Ein Paar saß sich schweigend an einem Küchentisch gegenüber. Die kleine Küche war schlicht eingerichtet. Über dem Tisch hing eine cremefarbene Hängelampe, deren warmes Licht auf eine karierte Wachstuchdecke fiel. An der Wand stand ein helles Küchenbuffet mit Glasschrank, dahinter ordentlich gestapelte Teller und Kaffeetassen. Über dem emaillierten Spülbecken tickte eine Wanduhr. Das Fenster war einen Spalt geöffnet, doch der Zigarettenrauch blieb schwer unter der Decke hängen. Zwischen den beiden stand ein Aschenbecher, in dem sich bereits mehrere Zigarettenstummel türmten.
Die Frau nahm nach einer Weile eine Zigarette aus einer Schachtel und zündete sie an. Langsam zog sie daran und blies den Rauch über den Kopf des Mannes hinweg. Wolfgang starrte auf die Tasse mit dem längst kalt gewordenen Kaffee. Seine Finger trommelten unruhig auf der Tischplatte.
„Schade, dass es so kommen musste“, sagte er schließlich leise.
Ulla lachte trocken. „Mensch, Wolfgang, du hast es doch so gewollt. Wer musste denn unbedingt Karriere beim Bund machen?“
Wolfgang hob den Blick, fand aber keine passenden Worte.
„Ja ... aber wir brauchten doch das Geld. Für die Wohnung, die neuen Möbel. Die Kinder brauchen doch auch etwas zu essen.“
„Ach, hör doch auf.“ Sie winkte ab. „Es hätte genug andere Arbeit gegeben. Aber nein ... der Herr wollte Offizier werden.“ Sie nahm einen tiefen Zug. „Schicke Uniform, geschniegelt und gebügelt. Da machen die Frauen doch freiwillig die Tür auf.“
Wolfgang schüttelte den Kopf. „Jetzt übertreibst du aber.“
„Tue ich das? Du hast dir das doch schön ausgemalt. Hier sitze ich mit den Kindern, und du ziehst durch die Straßen. Wer weiß denn, was du da alles getrieben hast.“
„Ulla ...“
„Nein! Jetzt rede ich.“
Sie drückte die Zigarette energisch im Aschenbecher aus. Sofort zündete sie sich die nächste an.
„Mit mir nicht. Ich habe dich längst durchschaut.“
Wolfgang fuhr sich müde durchs Haar.
„Moment mal ... du hast doch etwas mit einem anderen gehabt.“
Ulla schlug mit der flachen Hand auf den Tisch. Die Kaffeelöffel klirrten.
„Da war gar nichts! Wie oft soll ich dir das eigentlich noch sagen?“
Ihre Stimme hallte durch die kleine Küche.
Wolfgang hob sofort den Zeigefinger.
„Pst ... nicht so laut. Die Kinder schlafen.“
Ulla lehnte sich zurück. Für einen kurzen Moment sagte sie nichts. Dann schüttelte sie langsam den Kopf.
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Die wichtigsten Angaben und ein Anschreiben für die erste Verlagsansprache.